Weber-Klassifikation
Sprunggelenkfraktur nach Fibulahöhe einordnen
Die Weber-Klassifikation (Danis-Weber) strukturiert nachschlagen — Typ A, B und C der Sprunggelenkfraktur nach der Höhe der Fibulafraktur im Verhältnis zur Syndesmose.
Was ist die Weber-Klassifikation?
Die Weber-Klassifikation (auch Danis-Weber-Klassifikation) teilt Sprunggelenkfrakturen nach der Höhe der Fibulafraktur im Verhältnis zur Syndesmose in die Typen A, B und C ein. Sie geht auf Danis (1949) und Weber (1966) zurück und liegt der AO/OTA-Klassifikation (Segment 44) zugrunde.
Bei Typ A liegt die Fibulafraktur unterhalb der Syndesmose (infrasyndesmal), bei Typ B auf Höhe der Syndesmose (transsyndesmal) und bei Typ C oberhalb der Syndesmose (suprasyndesmal). Mit zunehmender Höhe steigt die Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung der Syndesmose; bei Typ C ist die Syndesmose typischerweise verletzt.
Die Weber-Klassifikation beschreibt das Frakturbild. Die Lauge-Hansen-Klassifikation richtet sich dagegen nach dem Verletzungsmechanismus. Welche Einteilung verwendet wird und wie die Therapie festgelegt wird, richtet sich nach Befund, Stabilität des Sprunggelenks und Leitlinien. Hier ist ausschließlich die Frakturklassifikation gemeint, nicht der Weber-Versuch der Hörprüfung.
Typen — Orientierung
Die Zuordnung beschreibt das Frakturbild. Die Therapieentscheidung hängt von Stabilität, Dislokation und Begleitverletzungen ab. Maßgeblich sind die Originalquellen, aktuelle Leitlinien und die klinische Beurteilung. Keine Diagnose.
Aufbau: Weber-Klassifikation
Übersicht über die drei Typen der Weber-Klassifikation in der Kurzfassung.
infrasyndesmal
Weber Typ A
Fibulafraktur unterhalb der Syndesmose; die Syndesmose ist nicht betroffen
transsyndesmal
Weber Typ B
Fibulafraktur auf Höhe der Syndesmose; die Syndesmose kann mitverletzt sein
suprasyndesmal
Weber Typ C
Fibulafraktur oberhalb der Syndesmose; die Syndesmose ist typischerweise verletzt
Hinweis: Untertypen, Begleitverletzungen (z. B. Innenknöchel, Bandapparat, hinteres Volkmann-Dreieck) und die Beurteilung der Stabilität sind den Originalarbeiten bzw. den aktuellen Leitlinien zu entnehmen. Die Kurzbeschreibungen hier sind eine Zusammenfassung.
Quellen: Danis R. Théorie et pratique de l’ostéosynthèse. Paris: Masson; 1949. Weber BG. Die Verletzungen des oberen Sprunggelenkes. Bern: Huber; 1966.
So nutzen Sie die Weber-Klassifikation in ArztGPT
Typen nachschlagen
Die Typen A, B und C und ihre Lage zur Syndesmose strukturiert abrufen.
Befund einordnen
Das Frakturbild im Zusammenhang mit Stabilität, Begleitverletzungen und hausinternem Standard einordnen.
Befund dokumentieren
Klassifikation und weiteres Vorgehen für die Dokumentation oder den Arztbrief festhalten.
Klinische Bedeutung: Weber-Klassifikation
Sprunggelenkfraktur
Die Klassifikation betrifft Frakturen des oberen Sprunggelenks mit Beteiligung der Fibula.
Höhe zur Syndesmose
Entscheidend ist, ob die Fibulafraktur unter, auf Höhe von oder über der Syndesmose liegt.
Drei Typen
Es gibt keine Punktwerte; die Fraktur wird Typ A, B oder C zugeordnet.
Syndesmose
Mit zunehmender Höhe der Fibulafraktur steigt die Wahrscheinlichkeit einer Syndesmosenverletzung.
Alternative Einteilung
Die Lauge-Hansen-Klassifikation beschreibt den Verletzungsmechanismus und ergänzt die Weber-Einteilung.
Kein Diagnoseinstrument
Die Einordnung ersetzt nicht die klinische und bildgebende Beurteilung im Einzelfall.
FAQ: Weber-Klassifikation
Was ist die Weber-Klassifikation?
Die Weber-Klassifikation (Danis-Weber) teilt Sprunggelenkfrakturen nach der Höhe der Fibulafraktur im Verhältnis zur Syndesmose in die Typen A, B und C ein.
Was bedeuten Weber A, B und C?
Typ A: Fibulafraktur unterhalb der Syndesmose. Typ B: auf Höhe der Syndesmose. Typ C: oberhalb der Syndesmose.
Wie hängt die Weber-Klassifikation mit der Syndesmose zusammen?
Mit zunehmender Höhe der Fibulafraktur steigt die Wahrscheinlichkeit einer Syndesmosenverletzung. Bei Typ A ist sie nicht betroffen, bei Typ B kann sie mitverletzt sein, bei Typ C ist sie typischerweise verletzt.
Was ist der Unterschied zwischen Weber und Lauge-Hansen?
Die Weber-Klassifikation richtet sich nach dem Frakturbild (Höhe der Fibulafraktur), die Lauge-Hansen-Klassifikation nach dem Verletzungsmechanismus. Welche Einteilung verwendet wird, richtet sich nach dem hausinternen Standard.
Was ist der Unterschied zwischen Weber-Klassifikation und Ottawa Ankle Rules?
Die Ottawa Ankle Rules helfen einzuschätzen, ob nach einem Sprunggelenktrauma eine Röntgenaufnahme erforderlich ist. Die Weber-Klassifikation ordnet eine bereits nachgewiesene Fibulafraktur ein.
Stellt die Weber-Klassifikation eine Diagnose?
Nein. Sie ordnet das Frakturbild einem Typ zu, ersetzt aber weder die klinische Untersuchung noch die Beurteilung der Bildgebung und eine ärztliche Diagnose.
Kann ich mit ArztGPT die Weber-Klassifikation automatisch auswerten lassen?
Nein. ArztGPT bietet hier keinen Rechner und führt keine eigene Auswertung durch. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.
Was kostet die Weber-Klassifikation-Referenz in ArztGPT?
ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.
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Weber-Klassifikation nachschlagenHinweis: Die Darstellung der Weber-Klassifikation dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).