Orthopädie · Unfallchirurgie

Garden-Klassifikation
Schenkelhalsfraktur einordnen

Die Garden-Klassifikation strukturiert nachschlagen — vier Typen der medialen Schenkelhalsfraktur nach Garden anhand von Dislokation und Frakturausmaß im Röntgenbild.

Klassifikation
4 Typen · nach Dislokation
Quelle: Garden 1961

Was ist die Garden-Klassifikation?

Die Garden-Klassifikation ist ein radiologisches Einteilungssystem für mediale Schenkelhalsfrakturen. Sie wurde 1961 von R. S. Garden beschrieben und unterscheidet vier Typen (I–IV) nach dem Ausmaß der Fraktur und der Dislokation des Hüftkopfes.

Typ I und II gelten als nicht disloziert (Typ I: inkomplett bzw. eingestaucht, Typ II: komplett ohne Dislokation), Typ III und IV als disloziert (Typ III: komplette Fraktur mit teilweiser Dislokation, Typ IV: komplette Fraktur mit vollständiger Dislokation). Diese Zweiteilung wird im klinischen Alltag häufig verwendet.

Neben Garden gibt es weitere Einteilungen, etwa die Pauwels-Klassifikation, die sich am Verlauf der Frakturlinie orientiert. Das Vorgehen im Einzelfall richtet sich nach Alter, Aktivität, Begleiterkrankungen, Frakturtyp und den aktuellen Leitlinien.

Typen — Orientierung

Garden IInkomplette bzw. eingestauchte Fraktur — nicht disloziert
Garden IIKomplette Fraktur ohne Dislokation — nicht disloziert
Garden IIIKomplette Fraktur mit teilweiser Dislokation — disloziert
Garden IVKomplette Fraktur mit vollständiger Dislokation — disloziert

Die Darstellung ist eine Kurzfassung der Originalarbeit. Maßgeblich sind die Originalquelle, aktuelle Leitlinien und die klinische Beurteilung. Keine Diagnose.

Aufbau: Garden-Klassifikation

Übersicht über die vier Typen der Garden-Klassifikation in der Kurzfassung.

Typ I

Garden I

Inkomplette bzw. eingestauchte Fraktur des Schenkelhalses

Typ II

Garden II

Komplette Fraktur des Schenkelhalses ohne Dislokation

Typ III

Garden III

Komplette Fraktur mit teilweiser Dislokation des Hüftkopfes

Typ IV

Garden IV

Komplette Fraktur mit vollständiger Dislokation des Hüftkopfes

Hinweis: Die genauen radiologischen Kriterien (z. B. Verlauf der Trabekel) sind der Originalarbeit bzw. Fachliteratur zu entnehmen. Die Kurzbeschreibungen hier sind eine Zusammenfassung.

Quelle: Garden RS. Low-angle fixation in fractures of the femoral neck. J Bone Joint Surg Br 1961;43-B:647–663.

So nutzen Sie die Garden-Klassifikation in ArztGPT

1

Typ nachschlagen

Die vier Typen und die Unterscheidung nicht disloziert / disloziert abrufen.

2

Befund einordnen

Die Einordnung mit Röntgenbild, Patientenalter, Aktivität und hausinternem Standard abgleichen.

3

Befund dokumentieren

Frakturtyp und Entscheidung für Dokumentation oder Arztbrief festhalten.

Klinische Bedeutung: Garden-Klassifikation

Mediale Schenkelhalsfraktur

Die Klassifikation bezieht sich auf Frakturen des Schenkelhalses.

Vier Typen

Typ I bis IV nach Frakturausmaß und Dislokation.

Keine Punktwerte

Die Klassifikation ist eine Einordnung im Röntgenbild, kein Score mit Punkten.

Nicht disloziert vs. disloziert

Typ I/II gelten als nicht disloziert, Typ III/IV als disloziert.

Weitere Einteilungen

Ergänzend existieren z. B. die Pauwels-Klassifikation und AO-Einteilungen.

Kein Diagnoseinstrument

Die Einordnung ersetzt nicht die klinische Beurteilung und Therapieentscheidung im Einzelfall.

FAQ: Garden-Klassifikation

Was ist die Garden-Klassifikation?

Die Garden-Klassifikation ist ein radiologisches Einteilungssystem für mediale Schenkelhalsfrakturen mit vier Typen (I–IV) nach Frakturausmaß und Dislokation. Sie geht auf Garden (1961) zurück.

Welche Garden-Typen gibt es?

Typ I: inkomplette bzw. eingestauchte Fraktur. Typ II: komplette Fraktur ohne Dislokation. Typ III: komplette Fraktur mit teilweiser Dislokation. Typ IV: komplette Fraktur mit vollständiger Dislokation.

Was bedeutet „disloziert“ bei Garden?

Garden III und IV werden als disloziert zusammengefasst, Garden I und II als nicht disloziert. Diese Zweiteilung wird im klinischen Alltag häufig verwendet.

Was ist der Unterschied zwischen Garden und Pauwels?

Die Garden-Klassifikation beschreibt das Ausmaß der Fraktur und der Dislokation, die Pauwels-Klassifikation orientiert sich am Verlauf der Frakturlinie. Beide können ergänzend verwendet werden.

Legt die Garden-Klassifikation die Therapie fest?

Nein. Sie ordnet die Fraktur ein. Die Therapieentscheidung richtet sich nach Alter, Aktivität, Begleiterkrankungen, Frakturtyp und aktuellen Leitlinien und liegt bei der behandelnden Fachperson.

Stellt die Garden-Klassifikation eine Diagnose?

Nein. Sie dient der Einordnung einer bereits festgestellten Fraktur und ersetzt weder Untersuchung und Bildgebung noch eine ärztliche Diagnose.

Kann ich mit ArztGPT die Garden-Klassifikation automatisch auswerten lassen?

Nein. ArztGPT bietet hier keinen Rechner und führt keine eigene Auswertung durch. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die Garden-Klassifikation-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.

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Garden-Klassifikation nachschlagen

Hinweis: Die Darstellung der Garden-Klassifikation dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).