Psychiatrie · Schizophrenie

PANSS
Die Schwere schizophrener Symptomatik mit der Positive and Negative Syndrome Scale nachschlagen

Die PANSS strukturiert nachschlagen — 30 Items, drei Subskalen und die Punktebereiche von 30 bis 210.

Kay et al., 1987
30 Items, 1–7 Punkte
Fremdbeurteilung

Was ist die PANSS?

Die Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) ist eine Fremdbeurteilungsskala zur Erfassung der Symptomschwere bei Schizophrenie. Sie wurde 1987 von Kay, Fiszbein und Opler veröffentlicht.

Die Skala umfasst 30 Items: 7 zur Positivsymptomatik, 7 zur Negativsymptomatik und 16 zur allgemeinen Psychopathologie. Jedes Item wird auf einer Skala von 1 (nicht vorhanden) bis 7 (extrem ausgeprägt) bewertet. Die Beurteilung erfolgt durch geschulte Untersucher, üblicherweise auf Grundlage eines halbstrukturierten klinischen Interviews.

Die PANSS dient der Schweregradbeurteilung und der Verlaufskontrolle, nicht der Diagnosestellung. Der Fragebogen unterliegt urheberrechtlichen Nutzungsbedingungen; für die Anwendung gelten die offiziellen Unterlagen des Rechteinhabers.

Punktebereiche — Orientierung

7–49Positivskala (7 Items × 1–7 Punkte)
7–49Negativskala (7 Items × 1–7 Punkte)
16–112Allgemeine Psychopathologie (16 Items)
30–210Gesamtwert (30 Items)

Zusätzlich lässt sich eine Differenz aus Positiv- und Negativskala bilden (Bereich −42 bis +42). Die Einordnung der Werte erfordert eine klinische Beurteilung und die offiziellen Unterlagen. Keine Diagnose.

Aufbau: PANSS

Übersicht der drei Subskalen und der Themen, die in den 30 Items beurteilt werden.

7 Items

Positivskala (P1–P7)

Themen sinngemäß: Wahnvorstellungen, formale Denkstörungen, Halluzinationen, Erregung, Größenwahn, Misstrauen bzw. Verfolgungsideen, Feindseligkeit

7 Items

Negativskala (N1–N7)

Themen sinngemäß: affektive Abstumpfung, emotionaler Rückzug, mangelnder affektiver Rapport, passiv-apathischer sozialer Rückzug, Schwierigkeiten beim abstrakten Denken, mangelnde Spontaneität und Gesprächsfluss, stereotypes Denken

16 Items

Allgemeine Psychopathologie (G1–G16)

Breites Spektrum weiterer Symptombereiche, etwa Angst, Anspannung, Depression, mangelnde Krankheitseinsicht oder Aufmerksamkeitsstörungen

1–7

Bewertung je Item

Sieben Ausprägungsgrade von „nicht vorhanden“ bis „extrem“

30–210

Gesamtwert

Summe aller 30 Itempunkte; die drei Subskalen werden zusätzlich getrennt addiert

Hinweis: Die Darstellung ist sinngemäß zusammengefasst; der Wortlaut der Items und der Ankerdefinitionen ist hier nicht wiedergegeben. Für die Anwendung gilt die jeweils offizielle Originalfassung bzw. eine lizenzierte deutsche Version.

Quellen: Kay SR, Fiszbein A, Opler LA. The Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) for schizophrenia. Schizophr Bull 1987;13:261–276.

So nutzen Sie PANSS in ArztGPT

1

Aufbau nachschlagen

Subskalen, Punktevergabe und Punktebereiche der PANSS strukturiert abrufen.

2

Ergebnis einordnen

Subskalen- und Gesamtwerte im klinischen Kontext einordnen.

3

Befund dokumentieren

Werte und Einordnung für Verlaufsdokumentation oder Arztbrief strukturiert festhalten.

Klinische Bedeutung: PANSS

Fremdbeurteilung

Die Beurteilung erfolgt durch geschulte Untersucher, nicht durch die Patientin bzw. den Patienten.

Drei Subskalen

Positiv-, Negativ- und Allgemeine Psychopathologie-Skala werden getrennt ausgewertet.

Summenwert

30 Items mit 1–7 Punkten ergeben einen Gesamtwert von 30 bis 210.

Leitlinie beachten

Diagnostik und Therapie richten sich nach der aktuellen S3-Leitlinie.

Verlaufsbeurteilung

Die Skala wird häufig zur wiederholten Erfassung der Symptomschwere im Verlauf genutzt.

Kein Diagnoseinstrument

Der Score ersetzt nicht die ärztliche Diagnostik im Einzelfall.

FAQ: PANSS

Was ist die PANSS?

Die PANSS (Positive and Negative Syndrome Scale) ist eine Fremdbeurteilungsskala mit 30 Items zur Erfassung der Symptomschwere bei Schizophrenie. Sie wurde 1987 von Kay, Fiszbein und Opler veröffentlicht.

Wie wird die PANSS ausgewertet?

Jedes der 30 Items wird mit 1 bis 7 Punkten bewertet. Positiv- und Negativskala (je 7 Items) liegen zwischen 7 und 49 Punkten, die allgemeine Psychopathologie (16 Items) zwischen 16 und 112 Punkten. Der Gesamtwert liegt zwischen 30 und 210.

Wer darf die PANSS durchführen?

Die PANSS ist eine Fremdbeurteilung und wird üblicherweise von geschulten Untersuchern auf Grundlage eines halbstrukturierten klinischen Interviews erhoben.

Ist die PANSS ein Diagnoseinstrument?

Nein. Die PANSS erfasst die Symptomschwere und eignet sich zur Verlaufsbeurteilung. Die Diagnose richtet sich nach Leitlinie und fachärztlicher Beurteilung.

Kann ich mit ArztGPT die PANSS automatisch auswerten lassen?

Nein. ArztGPT führt keine eigenständige Berechnung oder Auswertung am Patienten durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die PANSS-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.

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Hinweis: Die Darstellung der PANSS dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).