Psychiatrie · Zwangsstörung

Y-BOCS
Den Schweregrad einer Zwangsstörung mit der Y-BOCS nachschlagen

Die Y-BOCS strukturiert nachschlagen — 10 Items zu Zwangsgedanken und Zwangshandlungen und die gängigen Schweregrad-Bereiche.

Goodman et al., 1989
10 Items, 0–40 Punkte
Fremdbeurteilung

Was ist die Y-BOCS?

Die Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale (Y-BOCS) ist eine Fremdbeurteilungsskala zur Erfassung des Schweregrads einer Zwangsstörung. Sie wurde 1989 von Goodman und Kollegen beschrieben.

Die Skala umfasst 10 Items, die in einem halbstrukturierten Interview bewertet werden: 5 Items zu Zwangsgedanken und 5 Items zu Zwangshandlungen. Jedes Item wird mit 0 bis 4 Punkten bewertet; die Summe liegt zwischen 0 und 40 Punkten. Die Y-BOCS ist unabhängig von der Art der Zwangssymptome und wird häufig zusammen mit einer Symptomcheckliste verwendet.

Die Y-BOCS wird in Verlaufsbeurteilung und Studien eingesetzt. Sie ist kein Diagnoseinstrument; Diagnose und weiteres Vorgehen richten sich nach der Leitlinie und der ärztlichen Beurteilung.

Einordnung — Orientierung (Y-BOCS)

0–7subklinisch
8–15leicht
16–23mittelgradig
24–31schwer
32–40extrem

Häufig verwendete Schweregrad-Bereiche für den Gesamtwert. Die Grenzwerte unterscheiden sich je nach Quelle; konkrete Therapieempfehlungen sind hier nicht wiedergegeben. Keine Diagnose.

Items der Y-BOCS

Übersicht der beiden Itemblöcke und der bewerteten Dimensionen.

0–20

Zwangsgedanken (Items 1–5)

Fünf Dimensionen: Zeitaufwand, Beeinträchtigung, Belastung, Widerstand und Kontrolle

0–20

Zwangshandlungen (Items 6–10)

Dieselben fünf Dimensionen, bezogen auf Zwangshandlungen

0–4

Antwortstufen je Item

0 = keine Symptomatik bis 4 = extreme Symptomatik

0–40

Gesamtwert

Summe der Items 1–10; die Teilsummen für Zwangsgedanken und Zwangshandlungen lassen sich getrennt betrachten

Hinweis: Die Darstellung ist sinngemäß zusammengefasst; die Ankerbeschreibungen der einzelnen Stufen und die Symptomcheckliste sind hier nicht wiedergegeben. Für die Anwendung gilt die jeweils verwendete Originalfassung mit Interviewleitfaden.

Quellen: Goodman WK et al. The Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale. I. Development, use, and reliability. Arch Gen Psychiatry 1989;46:1006–1011.

So nutzen Sie die Y-BOCS in ArztGPT

1

Items nachschlagen

Die 10 Items der Y-BOCS, die Punktevergabe und die Schweregrad-Bereiche strukturiert abrufen.

2

Ergebnis einordnen

Orientierungswerte einsehen und die Punktzahl im klinischen Kontext einordnen.

3

Befund dokumentieren

Punktzahl und Einordnung für Verlaufsdokumentation oder Arztbrief strukturiert festhalten.

Klinische Bedeutung: Y-BOCS

Fremdbeurteilung

Die Bewertung erfolgt durch die Fachperson im halbstrukturierten Interview.

Verlaufsbeurteilung

Die Skala wird häufig zur Beurteilung des Verlaufs herangezogen.

Summenscore

Die Punkte der 10 Items werden addiert (maximal 40).

Leitlinie beachten

Diagnostik und Therapie richten sich nach der aktuellen Leitlinie.

Untersucherabhängig

Die Bewertung kann zwischen Untersuchern variieren.

Kein Diagnoseinstrument

Die Skala ersetzt nicht die ärztliche Diagnostik im Einzelfall.

FAQ: Y-BOCS

Was ist die Y-BOCS?

Die Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale (Y-BOCS) ist eine Fremdbeurteilungsskala zur Erfassung des Schweregrads einer Zwangsstörung. Sie wurde 1989 von Goodman und Kollegen beschrieben.

Wie wird die Y-BOCS ausgewertet?

Die 10 Items (5 zu Zwangsgedanken, 5 zu Zwangshandlungen) werden mit je 0 bis 4 Punkten bewertet und addiert. Der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 40.

Welche Schweregrade gibt es bei der Y-BOCS?

Häufig verwendet werden 0–7 (subklinisch), 8–15 (leicht), 16–23 (mittelgradig), 24–31 (schwer) und 32–40 (extrem). Die Grenzwerte unterscheiden sich je nach Quelle; es handelt sich um Orientierungswerte.

Ist die Y-BOCS ein Diagnoseinstrument?

Nein. Die Y-BOCS erfasst den Schweregrad einer bereits vermuteten oder diagnostizierten Zwangsstörung. Die Diagnose richtet sich nach Leitlinie und ärztlicher Beurteilung.

Kann ich mit ArztGPT die Y-BOCS automatisch auswerten lassen?

Nein. ArztGPT führt keine eigenständige Berechnung oder Auswertung am Patienten durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die Y-BOCS-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.

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Hinweis: Die Darstellung der Y-BOCS dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).