Psychiatrie · Screening

HADS
Angst und Depressivität mit der Hospital Anxiety and Depression Scale nachschlagen

Die HADS strukturiert nachschlagen — 14 Items, zwei Subskalen für Angst und Depressivität und die gängigen Orientierungswerte.

Zigmond & Snaith, 1983
14 Items, 2 Subskalen
Selbstbeurteilung

Was ist die HADS?

Die Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS) ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung von Angst und Depressivität. Sie wurde 1983 von Zigmond und Snaith beschrieben und ursprünglich für Patientinnen und Patienten in nicht-psychiatrischen Krankenhausambulanzen entwickelt.

Der Fragebogen umfasst 14 Items, die sich auf zwei Subskalen mit je 7 Items verteilen: Angst (HADS-A) und Depressivität (HADS-D). Jedes Item wird mit 0 bis 3 Punkten bewertet; je Subskala ergibt sich ein Wert von 0 bis 21. Körperliche Beschwerden, die auch durch eine somatische Erkrankung bedingt sein können, werden bewusst nicht abgefragt.

Die HADS ist ein Screening- und Verlaufsinstrument, kein Diagnoseinstrument. Diagnose und weiteres Vorgehen richten sich nach der Leitlinie und der ärztlichen Beurteilung.

Einordnung je Subskala — Orientierung

0–7unauffällig
8–10grenzwertig
11–21auffällig

Häufig verwendete Orientierungswerte nach Zigmond & Snaith, getrennt für HADS-A und HADS-D. Die Grenzwerte unterscheiden sich je nach Quelle und Fragestellung; konkrete Therapieempfehlungen sind hier nicht wiedergegeben. Keine Diagnose.

Aufbau der HADS

Übersicht der Subskalen und der Themen, die in den 14 Items erfragt werden.

7 Items

HADS-A (Angst)

Themen sinngemäß: Anspannung, Sorgen, Befürchtungen, Entspannungsfähigkeit, innere Unruhe, Ruhelosigkeit und Panikgefühle

7 Items

HADS-D (Depressivität)

Themen sinngemäß: Freude und Interesse, Lachen können, Fröhlichkeit, Verlangsamung, Interesse am Äußeren, Vorfreude und Genuss an Aktivitäten

0–3

Antwortstufen je Item

Jedes Item hat vier Antwortmöglichkeiten, die mit 0 bis 3 Punkten bewertet werden

0–21

Summenwert je Subskala

Die Itempunkte werden getrennt für Angst und Depressivität addiert

0–42

Gesamtwert

In manchen Studien wird zusätzlich die Summe beider Subskalen als Maß der psychischen Belastung verwendet

Hinweis: Die Darstellung ist sinngemäß zusammengefasst; der Wortlaut der Items ist hier nicht wiedergegeben. Für die Anwendung gilt die jeweils lizenzierte Originalfassung bzw. die deutsche Version (HADS-D).

Quellen: Zigmond AS, Snaith RP. The Hospital Anxiety and Depression Scale. Acta Psychiatr Scand 1983;67:361–370.

So nutzen Sie die HADS in ArztGPT

1

Aufbau nachschlagen

Subskalen, Punktevergabe und Orientierungswerte der HADS strukturiert abrufen.

2

Ergebnis einordnen

Orientierungswerte einsehen und die Punktzahl im klinischen Kontext einordnen.

3

Befund dokumentieren

Subskalenwerte und Einordnung für Verlaufsdokumentation oder Arztbrief strukturiert festhalten.

Klinische Bedeutung: HADS

Selbstbeurteilung

Die Patientin bzw. der Patient füllt den Fragebogen selbst aus.

Zwei Subskalen

Angst und Depressivität werden getrennt ausgewertet.

Summenwerte

Pro Subskala werden 7 Items mit 0–3 Punkten addiert (maximal 21).

Leitlinie beachten

Diagnostik und Therapie richten sich nach der aktuellen Leitlinie.

Somatische Erkrankungen

Der Fragebogen wurde für Personen mit körperlichen Erkrankungen entwickelt und verzichtet auf körperliche Symptome als Items.

Kein Diagnoseinstrument

Der Score ersetzt nicht die ärztliche Diagnostik im Einzelfall.

FAQ: HADS

Was ist die HADS?

Die Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS) ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen mit 14 Items zur Erfassung von Angst und Depressivität. Er wurde 1983 von Zigmond und Snaith beschrieben.

Wie wird die HADS ausgewertet?

Die Items der beiden Subskalen HADS-A (Angst) und HADS-D (Depressivität) werden mit je 0 bis 3 Punkten bewertet und getrennt addiert. Pro Subskala ergibt sich ein Wert zwischen 0 und 21.

Welche Grenzwerte gelten für die HADS?

Häufig verwendet werden 0–7 als unauffällig, 8–10 als grenzwertig und 11–21 als auffällig. Die Grenzwerte unterscheiden sich je nach Quelle und Fragestellung; es handelt sich um Orientierungswerte.

Ist die HADS ein Diagnoseinstrument?

Nein. Die HADS ist ein Screening- und Verlaufsinstrument. Die Diagnose einer Angst- oder depressiven Störung richtet sich nach Leitlinie und ärztlicher Beurteilung.

Kann ich mit ArztGPT die HADS automatisch auswerten lassen?

Nein. ArztGPT führt keine eigenständige Berechnung oder Auswertung am Patienten durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die HADS-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.

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Hinweis: Die Darstellung der HADS dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).