Psychiatrie · Allgemeinmedizin · Depressions-Screening

Beck-Depressions-Inventar
BDI-II

Das Beck-Depressions-Inventar strukturiert nachschlagen — 21 Symptombereiche, Punktelogik von 0 bis 63 und Schweregrade im Überblick.

Beck, Steer & Brown, 1996
0–63 Punkte
21 Items

Was ist das Beck-Depressions-Inventar?

Das Beck-Depressions-Inventar (BDI) ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung des Schweregrads depressiver Symptome. Die zweite Fassung, das BDI-II, wurde 1996 von Beck, Steer und Brown veröffentlicht; die deutschsprachige Adaptation stammt von Hautzinger, Keller und Kühner.

Jedes der 21 Items wird für die letzten zwei Wochen mit 0 bis 3 Punkten bewertet. Die Summe liegt zwischen 0 und 63 Punkten.

Üblicherweise gelten 0–13 Punkte als minimale, 14–19 als leichte, 20–28 als mittelschwere und 29–63 als schwere Depressivität. Wie bei jedem Screening ersetzt ein auffälliges Ergebnis keine Diagnostik.

Auswertung — Orientierung

0–13Minimale Depressivität
14–19Leichte Depressivität
20–28Mittelschwere Depressivität
29–63Schwere Depressivität

Schweregrade nach gängiger Einordnung des BDI-II — Schwellenwerte sind Orientierungswerte. Keine Diagnose.

Die Symptombereiche des BDI-II

Übersicht der abgefragten Symptombereiche (21 Items, jeweils 0–3 Punkte, Zeitraum: letzte zwei Wochen).

je 0–3

Stimmung und Kognition

Traurigkeit, Pessimismus, Versagensgefühle, Schuldgefühle, Bestrafungsgefühle, Selbstablehnung, Selbstkritik, Wertlosigkeit

je 0–3

Antrieb und Interesse

Verlust von Freude, Interessenverlust, Entschlussunfähigkeit, Energieverlust

0–3

Suizidgedanken

Suizidgedanken oder -wünsche — jede positive Angabe erfordert eine klinische Abklärung

je 0–3

Emotionale Reaktion

Weinen, Unruhe, Reizbarkeit

je 0–3

Körperliche Symptome

Veränderungen der Schlafgewohnheiten, Veränderungen des Appetits, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Verlust des Interesses an Sexualität

Hinweis: Das BDI-II ist ein urheberrechtlich geschütztes Testverfahren. Hier werden nur die Themenbereiche zusammengefasst, nicht der Wortlaut der Items. Für die Durchführung gilt die lizenzierte deutschsprachige Fassung.

Quelle: Beck AT, Steer RA, Brown GK, „Manual for the Beck Depression Inventory-II“, San Antonio: Psychological Corporation, 1996. Deutsche Adaptation: Hautzinger M, Keller F, Kühner C, „Beck Depressions-Inventar (BDI-II). Revision“, Frankfurt: Harcourt Test Services, 2006.

So nutzen Sie das BDI-II in ArztGPT

1

Symptombereiche nachschlagen

Die 21 Symptombereiche, die Antwortstufen 0–3 und die Punktelogik strukturiert abrufen.

2

Ergebnis einordnen

ArztGPT hilft, den Gesamtwert den Schweregraden zuzuordnen und im Kontext einzuordnen.

3

Befund dokumentieren

Ergebnis und klinischen Kontext für Arztbrief oder Verlaufsdokumentation strukturiert festhalten.

Klinische Bedeutung des BDI-II

Selbstbeurteilungsbogen

Das BDI-II erfasst den Schweregrad depressiver Symptome aus Sicht der Patientin bzw. des Patienten.

Screening, keine Diagnose

Die Diagnose einer Depression erfordert eine klinische Abklärung.

Verlaufsdokumentation

Ein einheitlicher Gesamtwert (0–63) erleichtert den Vergleich im Verlauf.

Alternative zum PHQ-9

Der PHQ-9 ist kürzer (9 Items, 0–27 Punkte); das BDI-II fragt 21 Items ab.

Zeitraum beachten

Die Items beziehen sich auf die letzten zwei Wochen.

Suizidalität im Blick

Eine positive Angabe zu Suizidgedanken erfordert unabhängig vom Gesamtwert eine klinische Abklärung.

FAQ zum Beck-Depressions-Inventar

Was ist das Beck-Depressions-Inventar?

Das Beck-Depressions-Inventar (BDI) ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung des Schweregrads depressiver Symptome. Die zweite Fassung, das BDI-II, wurde 1996 von Beck, Steer und Brown veröffentlicht; die deutschsprachige Adaptation stammt von Hautzinger, Keller und Kühner.

Wie wird das BDI-II ausgewertet?

Jedes der 21 Items wird mit 0 bis 3 Punkten bewertet, bezogen auf die letzten zwei Wochen. Die Punkte werden addiert; der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 63.

Ab wie vielen Punkten ist das BDI-II auffällig?

Üblicherweise werden 0–13 Punkte als minimale, 14–19 als leichte, 20–28 als mittelschwere und 29–63 als schwere Depressivität eingeordnet. Ein Fragebogenwert ersetzt keine klinische Diagnose.

Was ist der Unterschied zwischen BDI-II und PHQ-9?

Das BDI-II umfasst 21 Items (0–63 Punkte), der PHQ-9 neun Items (0–27 Punkte). Auf der Seite zum PHQ-9 finden Sie die Struktur dieses Depressions-Screenings.

Kann ich mit ArztGPT das BDI-II automatisch auswerten lassen?

Nein. ArztGPT führt keine eigenständige Berechnung oder Auswertung am Patienten durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt. Die Referenz hilft, Symptombereiche und Einordnungsbereiche strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die BDI-II-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase mit vollem Zugriff auf alle Module — keine Kreditkarte erforderlich. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung, monatlich kündbar.

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Hinweis: Die Darstellung des BDI-II dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Durchführung des Fragebogens noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).