Geriatrie · Psychiatrie · Depressionsscreening

Geriatrische Depressionsskala (GDS)
Depressionsscreening bei älteren Menschen mit 15 Ja/Nein-Fragen

Die Geriatrische Depressionsskala strukturiert nachschlagen — Aufbau der GDS-15, Auswertung und Einordnung.

Yesavage et al., 1982/83
GDS-15: 0–15 Punkte
Ja/Nein-Fragen

Was ist die Geriatrische Depressionsskala?

Die Geriatrische Depressionsskala (GDS) ist ein Screening-Instrument für depressive Symptome bei älteren Menschen. Die Fragen sind als Ja/Nein-Fragen formuliert und beziehen sich auf das Befinden in der letzten Woche.

Verbreitet ist die Kurzform GDS-15 mit 15 Fragen und einem Summenscore von 0 bis 15 Punkten. Die Originalfassung (GDS-30) umfasst 30 Fragen.

Der Wert ist ein Hinweis auf eine depressive Symptomatik und keine Diagnose. Bei Auffälligkeiten schließt sich eine ausführliche klinische Beurteilung an.

Auswertung — Orientierung

0–4Unauffällig (häufig verwendete Einteilung)
5–15Hinweis auf depressive Symptomatik, weitere Abklärung (häufig verwendete Einteilung)

Die Grenzwerte unterscheiden sich je nach Quelle; hier ist die häufig verwendete Einteilung der GDS-15 dargestellt. Es gibt keine einheitlich verbindliche Einteilung. Keine Diagnose.

Aufbau und Auswertung der GDS-15

Übersicht der Bestandteile und Arbeitsschritte bei der Anwendung der Geriatrischen Depressionsskala.

Ältere

Zielgruppe

Entwickelt als Screening auf depressive Symptome bei älteren Menschen

15

Fragen

Kurzform GDS-15 mit 15 Fragen; die Originalfassung enthält 30 Fragen

Ja / Nein

Antwortformat

Jede Frage wird mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet

1 Woche

Zeitbezug

Die Fragen beziehen sich auf das Befinden in der letzten Woche

0 oder 1

Punktevergabe

Pro Frage wird ein Punkt vergeben, wenn die Antwort auf eine depressive Symptomatik hinweist

0–15

Summenscore

Die Punkte werden zum Gesamtwert addiert

Hinweis: Die Darstellung ist sinngemäß zusammengefasst; die einzelnen Fragen sind hier nicht wiedergegeben. Für die Anwendung gilt die jeweils verwendete Fassung der Skala.

Quellen: Yesavage JA et al., J Psychiatr Res 1982–83;17(1):37–49. Sheikh JI, Yesavage JA, Clin Gerontol 1986;5:165–173.

So nutzen Sie die GDS in ArztGPT

1

Aufbau nachschlagen

Fragenanzahl, Antwortformat und Auswertung strukturiert abrufen.

2

Ergebnis einordnen

ArztGPT hilft, den Summenscore im klinischen Kontext einzuordnen.

3

Befund dokumentieren

Punktzahl und Einordnung für Arztbrief oder Verlaufsdokumentation strukturiert festhalten.

Klinische Bedeutung der GDS

Schnell durchführbar

Die GDS-15 besteht aus 15 Ja/Nein-Fragen.

Verlaufsbeurteilung

Wiederholte Erhebungen mit derselben Fassung erleichtern den Vergleich im Verlauf.

Einfacher Summenscore

Die Punkte werden addiert; maximal 15 Punkte bei der GDS-15.

Verwandt: PHQ-9 und BDI-II

Weitere Instrumente zur Erfassung depressiver Symptome sind PHQ-9 und BDI-II.

Fassung beachten

GDS-15 und GDS-30 haben unterschiedliche Punktebereiche.

Nur Screening

Die GDS ersetzt weder die klinische Untersuchung noch die Diagnosestellung.

FAQ zur Geriatrischen Depressionsskala

Was ist die Geriatrische Depressionsskala (GDS)?

Die Geriatrische Depressionsskala ist ein Screening-Instrument für depressive Symptome bei älteren Menschen. Sie wurde von Yesavage und Kollegen entwickelt; verbreitet ist vor allem die Kurzform GDS-15 mit 15 Ja/Nein-Fragen.

Wie wird die GDS-15 ausgewertet?

Pro Frage wird ein Punkt vergeben, wenn die Antwort auf eine depressive Symptomatik hinweist. Die Punkte werden zu einem Summenscore von 0 bis 15 addiert.

Ab welchem Wert ist die GDS auffällig?

Häufig wird ein Wert von 5 oder mehr Punkten als Hinweis auf eine depressive Symptomatik gewertet. Die verwendeten Grenzwerte unterscheiden sich zwischen Quellen (teilweise auch mehr als 5 Punkte); der Wert ist immer im klinischen Kontext zu bewerten.

Wie unterscheiden sich GDS-15 und GDS-30?

Die GDS-30 ist die Originalfassung mit 30 Fragen, die GDS-15 die gekürzte Fassung. Beide verwenden das Ja/Nein-Antwortformat.

Kann ich mit ArztGPT die GDS automatisch auswerten lassen?

Nein. ArztGPT führt keine eigenständige Berechnung oder Auswertung am Patienten durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die GDS-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase mit vollem Zugriff auf alle Module — keine Kreditkarte erforderlich. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung, monatlich kündbar.

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Hinweis: Die Darstellung der Geriatrischen Depressionsskala dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder das Screening beim Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).